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Mission Statement

Das innokomm Forschungszentrum erforscht, entwickelt und berät zu Lösungen für die interne und externe Kommunikation in Forschungs- und Innovationsprozessen von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Im Vordergrund steht dabei die Anwendung und Verwertung von Forschungsergebnissen in Markt und Gesellschaft.

Das Forschungszentrum profitiert von der Expertise eines inter- und transdisziplinäreren Thinktanks in Form eines wissenschaftlichen Kuratoriums, das derzeit aus acht Institutionen besteht. Innokomm ist als Netzwerk-Unternehmen konzipiert (im Englischen Virtual Enterprise) und im so genannten vierten Sektor angesiedelt (neben rein kommerziellen Wirtschaftsunternehmen, gemeinnützigen und staatlichen Einrichtungen). Durch diese Konstruktion wird es möglich, die gewünschte Verbindlichkeit und Qualität bei der Verwertung von Forschungsergebnissen sicherzustellen und somit die Expertise der renommiertesten Vertreter unterschiedlichster Fachdisziplinen für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wissenschaftler bzw. deren Institutionen können beispielsweise nur dann für Ihre Expertise in Beratungs- oder Schulungsmaßnahmen Lizenzgebühren erhalten, wenn auf der anderen Seite selbstverständlich Teilnehmer für dieselben Maßnahmen bereit sind einen Beitrag zu leisten. Zusätzlich subventioniert das Transferzentrum über eine Mischkalkulation die für Nachwuchswissenschaftler angebotenen Maßnahmen soweit, dass diese um bis zu 70% günstiger angeboten werden können als etwa für Teilnehmer aus Unternehmenskommunikation oder Innovationsmanagement.

 

Fachliche Einordnung:

Formate der Wissensproduktion und des Wissenstransfers wandeln sich durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien nachhaltig. Auch die wechselseitige Kommunikation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verändert sich schneller denn je. Während in der Öffentlichkeit die Kenntnisse über wissenschaftliche Themen seit Jahrzehnten zunehmen, scheint das gesellschaftliche Interesse an Wissenschaft im gleichen Maß zurückzugehen.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Wissenschaftskommunikation in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neu erfunden. Vom Versuch der "Aufklärung" der Bevölkerung seit den 50ern über die überzeugungsarbeit von PUSH [Public Understanding of Science (and Humanities)] in den 80ern, dann die immer lauter werdende Forderung nach Transparenz und wirtschaftlicher Verwertbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse bis zum vermeintlich vertrauensbildenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in den 90ern -- ständig haben sich Selbstverständnis und Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation gewandelt. Längst gehen die Strategien weg vom "Science and Society" hin zu "Science in Society" oder küftig zunehmend sogar zum "Society in Science".

Ähnlich bei der Innovationskommunikation, die vor langer Zeit mit unverständlichen Bedienungsanleitungen startete, dann aber zusehends lernte, potenziellen Kunden den Nutzwert neuer Technologien zu vermitteln und schließlich sogar den Markt für neue Geschäftsmodelle rechtzeitig "vorzubereiten". Heute allerdings reicht auch das bei weitem nicht mehr aus. Fehlt einer Innovation der Anschluss an die gesellschaftlich relevanten Themen und Bezugsrahmen, ist sie schon vor der Markteinführung zum Scheitern verurteilt. Innovation vollzieht sich längst in einer interaktiven Wertschöpfung mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, Kunden und Anwendern, ja sogar Mitbewerbern. Auch hierauf haben Kommunikation und Marketing nur in den wenigsten Fällen Antworten parat.

Ein Paradigmenwechsel sowohl für die Wissenschaftskommunikation als auch für das Innovationsmarketing zeichnet sich im Zuge von "Social Media" ab, auch wenn die Skepsis groß ist gegenüber einer scheinbar auf 140 Zeichen reduzierten Wissenschaft. Absehbar ist: In wissensbasierten und zunehmend medienvermittelten Demokratien steigt mit der zunehmenden Zahl der Akteure und Bezugsgruppen auch die Komplexität der Wertschöpfung und somit der Anspruch an Kommunikation und Innovationsmanagement in Unternehmen und Forschungsorganisationen. Wer nach Antworten sucht, um diese Veränderungen im Wettbewerb von Wissensgesellschaften sinnvoll zu gestalten, braucht neue Formen der Wissenschafts- und Innovationskommunikation. Diese entwickelt und erschliesst das innokomm Forschungszentrum im Dialog mit seinen Partnern.